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Kirtipur Hospital

Fakten zum Krankenhaus

Adresse: Devdhoka, Kirtipur Municipality, Kirtipur, Dependance des Kathmandu Model Hospital, Pradarshani Marg, Kathmandu, Nepal, Tel. 00977-1-4240806,4240805

Das Kirtipur Hospital ist ein kommunales Krankenhaus, das von der nepalesischen Hilfsorganisation PHECT Nepal (Public Health Concern Trust) und der Kommune Kirtipur unterhalten wird. Derzeit stehen 100 Betten zur Verfügung. Geplant ist ein Haus der Maximalversorgung mit 300 Betten. Das Kirtipur Hospital arbeitet seit 2006 mit der Unterstützung durch das Kathmandu Model Hospital (KMH). Ursprünglich gab es vor Ort eine Zahnbehandlungs- und eine geburtshilfliche Abteilung.

Dem Haus angegliedert ist das „Nepal Cleft and Burn Center“ zur Behandlung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Verbrennungen bzw. Verbrennungsfolgen (z. Bsp. Kontraktionen und Entstellungen). Hier arbeiten international renommierte Spezialist_innen mit den nepalesischen Ärzt_innen zusammen. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit zur Durchführung von Hautspenden zur Hauttransplantation.

Geographische Lage:
Die Ortschaft Kirtipur liegt nur wenige Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Kathmandu auf einer Anhöhe hinter dem Tribhuvan University Campus. Trotz der Nähe zur Hauptstadt findet man hier ein ruhiges Dorfleben, wunderbar erhaltene, traditionelle Gebäude und prächtige Tempel, die von der früheren Bedeutung des Ortes zeugen

Aktuell gibt es eine gynäkologische Station sowie eine allgemeinmedizinische Station  (gemischt internistische und chirurgische Station). Weiterhin gibt es eine IMC (Intermediate Care) sowie eine ITS (Intensivstation). Es gibt festangestellte nepalesische Ärzt_innen auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin, Anästhesie, Gynäkologie/Geburtshilfe, HNO, Innere Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, Radiologie und Urologie sowie in den jeweiligen Bereichen Assistenzärzt_innen und Studierende der Medizin aus  Nepal aber auch aus anderen Ländern (z.Bsp. Indien, Pakistan, Australien, Deutschland, USA, Kanada). Außerdem werden Ärzt_innen des KMH nach dem Rotationsprinzip nach Kirtipur gesandt.

Es werden das komplette Spektrum allgemeinmedizinischer Erkrankungen behandelt (Tuberkulose, Bronchitis, Asthma, Durchfall/Cholera, Gastritis, Arthritis, Katarakt, Vitaminmangel, Influenza, Ulcera, AIDS, Harnwegsinfekte, Malaria, Leberzirrhose, Struma, Krebs (palliativ)) und chirurgische Eingriffe (Appendektomie, Cholezystektomie) sowohl laparoskopisch als auch offen vorgenommen. Außerdem wird mit Hilfe von Nepalmed eine endoskopische Abteilung aufgebaut, in der Gastroskopien,  Koloskopien und Hysteroskopien und in naher Zukunft auch Bronchoskopien durchgeführt werden. Es gibt eine Apotheke, ein Labor und ambulante Behandlungsräume in den jeweiligen Disziplinen.

Über die interdisziplinäre Notaufnahme wird 24h am Tag eine Notfallbehandlung gewährleistet. Das Kirtipur Krankenhaus arbeitet eng mit spezialisierten Krankenhäusern zusammen und stellt einen Ambulanzwagen für medizinisch notwendige Verlegungsfahrten zur Verfügung.

Das Krankenhaus Kirtipur ist der Lehre verpflichtet und bildet aktuell Radiologie-Assisten_innen, Pflegepersonal und Laborant_innen aus und wird ein Lehrkrankenhaus der Universität Kathmandu werden.

Unterstützung durch Nepalmed:

Nepalmed e.V. unterstützt das Kirtipur Hospital durch die Organisation von medizinischen Geräten und Instrumenten, die Aus – und Fortbildung des Personals an diesen Geräten. Weiter finden Weiterbildungen des Personals und der Bevölkerung von Kirtipur statt. Regelmäßig erfolgt Beratung bei der Erstellung von Behandlungskonzepten und Leitlinien zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Kirtipur und Umgebung. Dies erfolgt in kollegialer Zusammenarbeit mit dem Personal des Krankenhauses Kirtipur, des Kathmandu Model Hospitals und der Kommune Kirtipur.
Konkret wurde die Endoskopie-Abteilung komplett ausgestattet und das Personal trainiert. Nach dem Erdbeben wurde neben Soforthilfen auch die Röntgenabteilung komplett neu ausgestattet mit digitalem Röntgen und 16-Zeilen-Computertomographie einschließlich Stromstabilisator und Batterie-Backup-System. Ein Trainingskabinett für erste Hilfe und Wiederbelebung wurde eingerichtet und das Personal trainiert.